Bad Taste hat einen neuen Namen: In bester "Dodgeball"-Manier spielt Johnny Knoxville, der sich bei den Special Olympics einschleicht, um endlich einen Triumph einzufahren.

Kinostart: nicht bekannt

Johnny Knoxville

Johnny Knoxville
als Steve Barker

Brian Cox
als Gary Barker

Katherine Heigl

Katherine Heigl
als Lynn Sheridan

Jed Rees
als Glen

Geoffrey Arend
als Winston

Bill Chott
als Thomas

Edward Barbanell
als Billy

Leonard Earl Howze
als Mark

Luis Avalos
als Stavi

John Taylor
als Rudy

Leonard Flowers
als Jimmy Washington

Zen Gesner
als David Patrick

Die Handlung von Dabei sein ist alles

Mit den besten Absichten und den übelsten Folgen versucht Steve Barker (Johnny Knoxville), seinem besten Kumpel einen Job zu verschaffen. Nun steht er mit 28.000 Dollar in der Kreide und bekommt von seinem selber bei der Mafia verschuldeten Onkel den heißen Tipp, es doch einfach mit einer vorgeblichen Geisteskrankheit bei den Special Olympics zu versuchen. Die Frau, die Steve liebt, findet das jedoch alles andere als komisch.

Aber auch nur die. Bestes Bad-Taste-Entertainment, also solches mit Herz, produziert von den solchermaßen versierten Farrelly-Brüdern ("Kingpin", "Verrückt nach Mary").

Dass sich bei Steve Schulden angesammelt haben, kann niemanden überraschen, der sieht, wie inkompetent sich das vermeintliche Sportass bei der Ausübung seines Berufs anstellt. Man könnte meinen, er sei behindert. Findet zumindest Steves bester Kumpel, der den rettenden Einfall hat: Steve soll sich als geistig minderbemittleter Sportler (IQ 38) ausgeben und bei den Special Olympics den großen Reibach machen. Wie nicht anders zu erwarten, fällt Steve diese Rolle nicht schwer. Doch dann melden sich die Liebe und das schlechte Gewissen.

Steve Barker war mal ein talentierter High School-Athlet, doch mittlerweile ist bei ihm die Luft raus und er steckt bis zum Hals in Schulden. Seinem bauernschlauen Onkel Gary geht es nicht anders, doch dem kommt plötzlich die vermeintlich rettende Idee: Steve soll sich bei den Special Olympics, den Spielen für Menschen mit einer geistigen Behinderung, einschleichen. Gary hat bereits sein Haus auf den völlig unbekannten Newcomer verwettet, als ans Licht kommt, dass die Gegner doch nicht so leicht hinter selbiges zu führen sind.

Kritik zu Dabei sein ist alles

Von den Farrelly Brüdern produzierte Komödie, in der sich "Jackass" Johnny Knoxville als Teilnehmer bei der Behindertenolympiade einschleicht, um seine Schulden zu begleichen.

Generell gibt es keine Gagzielscheibe, die von den Farrellys in der Vergangenheit noch nicht anvisiert wurde und krude Behindertenwitze bildeten keine Ausnahme. Dabei verstanden sie es allerdings stets leichtherzig mit ihren "Opfern" zu lachen, anstatt sich über sie lustig zu machen. Damit dürfte sich erklären, weshalb der Ausschuss der Special Olympics seinen offiziellen Segen gegeben hat. Die Story wurde von Ricky Blitt (TV-Serie "Family Guy") geskriptet, wobei abgesehen vom außergewöhnlichen Aufhänger strikt nach dem bewährten Schema "Losertyp wird durch herzerwärmende Lebenslektion geläutert" verfahren wird.

Als gutmütig-naive Niete vom Dienst fungiert Knoxville in der Rolle des Büroarbeiters Steve Barker. Als sein Gärtner sich die Finger abschneidet, muss Steve das Geld für die Operation zusammenkratzen. Sein Onkel Gary (Brian Cox) hat die rettende Idee: Steve soll so tun als wäre er geistig zurückgeblieben und bei der Behindertenolympiade mitmachen. Er würde dann auf ihn wetten und könnte so auch seine eigenen Schulden abzahlen. Gesagt, getan und unter dem Pseudonym Jeffey Dahmor qualifiziert er sich. Dies gibt Knoxville Gelegenheit, sich ausgiebig affig-albern aufzuführen, doch es dauert nicht lange bis Steves Konkurrenten (vorrangig von Behinderten mit teils herrlich trockenem Humor porträtiert) Lunte riechen. Sie wollen jedoch, dass er den arroganten Hürdenlauf-Champion Jimmy (Leonard Flowers) entthront und er lernt im Verlauf, seine neuen Freunde aufrichtig zu schätzen. Nebenbei verliebt sich Steve zudem in die süße Betreuerin Lynn (Katherine Heigl), deren ekelhaften Verlobten es auszustechen gilt. Dies führt zu seiner öffentlichen Enttarnung und bitteren Schmach, doch das Feelgood-Happy-End ist nicht weit.

Regisseur Barry W. Blaustein (Drehbuch für "Der verrückte Professor) lässt seinem Protagonisten freie Bahn, wild zu chargieren und am witzigsten sind seine Slapstickmomente in familienfreundlich entschärfter "Jackass"-Tradition, wenn er von Leitern fällt oder im Duschraum ausrutscht. Trotz der überschwenglichen Ulkerei werden Behinderte betont respektvoll behandelt und ein sympathischer Ton angeschlagen. "Jackass"-Fans in Erwartung eines krassen Anarchospaßes werden daher enttäuscht sein, denn hier wird vorrangig das Familienpublikum unterhalten. ara.

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Info

Plakat des Films: Dabei sein ist alles
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: nicht bekannt

USA 2005

Länge: 1 h 34 min

Genre: Komödie

Originaltitel: The Ringer

Regie: Barry W. Blaustein

Drehbuch: Richard Blitt

Musik: Mark Mothersbaugh

Produktion: Bradley Thomas, Peter Farrelly, John L. Jacobs, Bobby Farrelly

Kostüme: Lisa Jensen

Kamera: Mark Irwin

Schnitt: George Folsey

Ausstattung: Arlan Jay Vetter

Website: http://www.dabeiseinistalles-derfilm.de/