Charmantes Porträt eines ausgebrannten Country-Music-Stars, der sich unerwartet verliebt und seinen selbstzerstörerischen Lebenskurs verlässt.

Kinostart: 02.03.2010

Szenenbild aus Crazy Heart mit Jeff BridgesJeff Bridges

Jeff Bridges
als Bad Blake

Maggie Gyllenhaal

Maggie Gyllenhaal
als Jean Craddock

James Keane
als Manager

Anna Felix
als Barfrau

Paul Herman
als Jack Greene

Tom Bower
als Bill Wilson

Ryan Bingham
als Tony

Beth Grant
als Jo Ann

Rick Dial
als Wesley Barnes

Robert Duvall
als Wayne

Colin Farrell
als Tommy Sweet

Die Handlung von Crazy Heart

Bad Blake hat nicht nur vier Ehen, sondern bald auch sein Leben hinter sich, das unaufhaltsam in die Selbstzerstörung treibt. Alkohol und Frauen sind die einzige Konstanten, wenn der ehemalige Country-Music-Star gelangweilt durch den amerikanischen Südwesten tingelt. Als er aber Jean, Journalistin und allein erziehende Mutter, kennen lernt, verdrängt Romantik plötzlich die Routine, erlebt der Endfünfziger spätes Familienglück. Doch wie schon früher bleibt er selbst das größte Hindernis, wenn das Mögliche dauerhaft Realität werden soll.

Bad Blake hat nicht nur vier Ehen, sondern bald auch sein Leben hinter sich, das unaufhaltsam in die Selbstzerstörung treibt. Alkohol und Frauen sind die einzigen Konstanten, wenn der ehemalige Country-Music-Star gelangweilt durch den amerikanischen Südwesten tingelt. Als er aber Jean, Journalistin und allein erziehende Mutter, kennen lernt, verdrängt Romantik plötzlich die Routine, erlebt der Endfünfziger spätes Familienglück. Doch wie schon früher bleibt er selbst das größte Hindernis, wenn das Mögliche dauerhaft Realität werden soll.

Kritik zu Crazy Heart

Jeff Bridges' mit dem Oscar und dem Golden Globe ausgezeichnete Darstellung ist die beste Empfehlung für Scott Coopers Porträt eines ausgebrannten Country-Music-Stars.

Bad Blake ist als Künstlername des Protagonisten eher ein behauptetes als ein verdientes Etikett, denn so viele Frauen und Whiskeyflaschen der 57-Jährige auch auf seinen Touren genossen und zurückgelassen hat, ist Bad doch im Kern gut: ein attraktiv verwitterter Oldie, der auch Alkoholismus noch halbwegs sympathisch verkaufen kann. Mit ihm sind auch seine Groupies in die Jahre gekommen bei seinen Gigs in den Kneipen und Bowling-Zentren des amerikanischen Südwestens, in denen er sich nur noch selten verbeugen, immer öfter aber übergeben muss. Aus dem lästigen Interview mit Jean, Journalistin und allein erziehende Mutter, entwickelt sich eine zärtliche Beziehung, seine vielleicht letzte Chance auf eine Familie, die er bisher an sich vorbeiziehen ließ. Nach vielen Jahren auf Tour findet er unerwartet einen Grund zur Rückkehr - zu Jean (sanft und verletzlich: Maggie Gyllenhaal), zu seinen lange vernachlässigten Tugenden als Songwriter und zu seinem Protegé Tommy, der längst aus seinem Schatten herausgewachsen und ein Star geworden ist.

Plot, ohnehin nicht mehr als ein Update von Bruce Beresfords Drama "Tender Mercies", gehört nicht zu den Stärken des Regiedebüts von Scott Cooper, der bisher in kleinen Rollen vor allem vor der Kamera gestanden hat. Die Vergangenheit der Hauptfigur bleibt weitgehend ausgeblendet, das angedeutete Spannungsverhältnis zum Vater genauso wie die belastete Freundschaft zu Ex-Schützling Tommy (Colin Farrell). Auch wenn sich die Story kurzfristig dramatisch zuspitzt, streift "Crazy Heart" seine Konflikte nur, wird selbst der Entzug eines schweren Alkoholikers in der Lightversion präsentiert. Viel mehr als ein realistisches Drama über Absturz und Aufstehen ist "Crazy Heart" ein optimistisches, oft humorvolles Porträt eines kauzigen Typen, dem man seines Charmes wegen vieles vergeben kann - und natürlich eine Liebeserklärung an die Country Musik, die sich hier in ausgedehnten Auftrittssequenzen eher rockig als schmalzig präsentieren darf. Wie Colin Farrell singt auch Jeff Bridges selbst - und das so überzeugend, wie er seine Rolle spielt, in der man den Dude aus "The Big Lebowski", vielleicht auch Anleihen bei Nick Nolte und Kris Kristofferson entdecken kann. Eine Figur, so sympathisch wie der Film, der dem Leinwandveteranen, wie schon Robert Duvall in "Tender Mercies", tatsächlich einen Oscar eingebracht hat. "Fallin & Flyin", das mitreißende Duett von Bridges und Farrell, wird damit im Aufzeigen möglicher emotionaler Optionen geradezu prophetisch. kob.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 02.03.2010

USA 2009

Länge: 1 h 52 min

Genre: Drama

Originaltitel: Crazy Heart

Regie: Scott Cooper

Drehbuch: Scott Cooper

Musik: T-Bone Burnett, Steven Bruton, Ryan Bingham

Produktion: Robert Duvall, Judy Cairo, T-Bone Burnett, Rob Carliner

Kostüme: Douglas Hall

Kamera: Barry Markowitz

Schnitt: John Axelrad

Ausstattung: Waldemar Kalinowski

Website: http://www.crazyheart.de

Auszeichnungen

1 Oscar:

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