Weitere Beziehungsabenteuer des populären Pummelchens, das im Liebesrausch mit Traummann Darcy von einer Rivalin gestört wird.

Kinostart: 02.12.2004

Renée Zellweger

Renée Zellweger
als Bridget Jones

Hugh Grant

Hugh Grant
als Daniel Cleaver

Colin Firth

Colin Firth
als Mark Darcy

Jim Broadbent
als Vater

Gemma Jones
als Mutter

James Callis
als Tom

Jacinda Barrett
als Rebecca

Shirley Henderson
als Jude

James Faulkner
als Onkel Geoffrey

Jessica Stevenson
als Robyn

Celia Imrie
als Una Alconbury

Donald Douglas
als Admiral Darcy

Neil Pearson
als Richard Finch

Sally Phillips
als Shazzer

Paul Nicholls
als Jed

Dominic McHale
als Bernard

Die Handlung von Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns

Kaum glücklich vereint, trüben schon erste Schatten die gerade einen Monat währende Beziehung von Bridget Jones (Renee Zellweger) und Lover Marc (Colin Firth): Während in ihrer Arbeit ein neuer Chef für Stress sorgt, scheint er sich blendend wohl zu fühlen an der Seite seiner neuen, knackigen Assistentin. Ein Urlaub in Thailand soll die nötige Entspannung und Ablenkung bringen, doch da macht Bridget die Rechnung ohne die Tücken des Objekts und einen alten Liebhaber (Hugh Grant).

Das erprobte Triumvirat ist wieder zur Stelle im zweiten Teil der erfolgreichen Beziehungskomödie um die amourösen Abenteuer der pfundigen Blondine.

Sechs Wochen führen Bridget und Darcy nun schon eine richtige Beziehung. Das Glück scheint grenzenlos, bis Bridget in Darcys neuer Kollegin eine Rivalin wittert. Ihre Eifersucht, aber auch seine Unfähigkeit, Gefühle zu zeigen, sich zur Liebe bekennen zu können, bringen die Beziehung fast zum Scheitern und Bridgets Ex-Lover Cleaver auf die Idee, wieder auch in ihrem Bett auf die Jagd zu gehen.

Rund? Na und? Das denkt sich die Titelheldin mittlerweile und sonnt sich in ihrem Liebesglück mit Darcy. Doch Liebeslust liegt nah bei Liebesfrust und so bröckelt die Idylle rapide, als eine grazile, langbeinige australische Arbeitskollegin ihrem Darcy gefährlich nahe kommt. Natürlich riecht Bridgets Ex-Lover Cleaver den Braten und setzt angesichts der Beziehungskrise des Pummelchens alles daran, bei ihr noch einmal unters Laken zu schlüpfen. Und die stolpert bei so viel Interesse von einem Fettnapf in den nächsten.

Kritik zu Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns

Die Frau mit dem Herzen und der Unterwäsche im XXL-Format bringt Millionen von Fans erneut zum Lachen und einige Ausreißer, die sich mit Helen Fieldings Chaoskönigin nicht solidarisieren können, wohl an den Rand des Wahnsinns. Viele peinliche Situationen muss der von Renée Zellweger wieder mit putzigem Tweety-Charme gespielte Sympathieträger in der Fortsetzung überwinden, bevor alle Selbstzweifel Bridgets wieder auf Eis gelegt sind. Dabei sind Minderwertigkeitsgefühle zumindest kommerziell nicht nötig, wenn weltweit über 280 Mio. Dollar an den Kassen eingenommen und diese allein in Deutschland von etwa 4,2 Mio. Zuschauern gestürmt wurden. Die Prognose lautet also: Pummelchen macht wieder richtig Profit.

Im Unterschied zum Vorgänger sind Kalorien bei Zellweger zwar wieder in verschiedenen Körperdepots in Brennstoffreserven umgewandelt, aber kein therapeutisch signifikantes Thema mehr. Die neue Bridget ist nicht mehr im Diätwahn, ruht in ihren Formen, dient aber für den Zuschauer unverändert als Lachsack, wenn sie, in ein enges gelbes Dinnerkleid gepresst, aussieht wie eine Biene nach einer Tagestour im Pollensammeln. Viel mehr als körperliche Unsicherheiten sind in der Fortsetzung Verhaltensunfälle relevant, wenn Bridget mehrfach mit Intimverlautbarungen in Darcys Konferenzen stolpert oder sich auf ungewohntem Terrain zurechtfinden muss. Die Drehbuchautoren, darunter mit Andrew Davies, Richard Curtis und Helen Fielding drei Veteranen des Originals, ersparen Bridget dabei nichts, zwingen sie zum Fallschirmsprung mit Finallandung unter Schweinen und zur Skiabfahrt im Bonbondress, bei der Bridget mit urbaner Grazie einen Parallelslalom zur Triple-Competition erweitert. Diese Slapstickmomente sind sichere Unterhaltungsgaranten beim breiten Publikum und werden auch dieses Mal ihre Wirkung nicht verfehlen, während Wortwitz, der im Vergleich zum Vorgänger etwas reduziert wirkt, im Kino traditionell weniger honoriert wird. In diesem von Beeban Kidron ("Too Wong Foo, Thanks For Everything! Julie Newmar") inszeniertem Nachfolger lebt humorvolle Rhetorik fast exklusiv im Sprachzentrum von Hugh Grants Frauenheld Cleaver, der in Helen Fieldings Bestseller fast vom Blatt verschwindet, hier aber ein ausgedehnteres Comeback erlebt. Grants exzentrische Touristikreportagen für Bridgets TV-Sender sind ein Highlight, wie auch sein unbeirrbares Zwangsverhalten, jeden Slip dieser Welt von seiner Trägerin zu befreien. Bridget selbst ist im Szenario dieser Fortsetzung lange Zeit nicht im Visier dieses Trophäenjägers. Mit omnipräsenter Erzählerstimme sonnt sie sich im Alltag einer glücklichen Frau, die regelmäßig guten Sex hat und morgens ihren schlafenden Anwaltsfreund Darcy (Colin Firth) hypnotisch bestaunt, wie andere ihr Aquarium. Als aber Darcys neue Kollegin (Australiens Newcomerin Jacinda Barrett) mit unpassenden Vertraulichkeiten und Permanentpräsenz in Bridgets Revier eindringt, brechen alte Unsicherheiten wieder aus, beginnt Bridget Darcys Liebe, aber auch ihre eigenen Qualitäten zu hinterfragen. Das mit Einfällen nicht gerade wuchernde Drehbuch verfolgt die Eifersuchtsthematik allerdings nur halbherzig, lässt Bridget nicht komisch auf Konfrontation gehen, sondern weist ihr die Opferrolle zu. Was Bridget blamiert, das amüsiert - so lautet das Rezept, das sich bereits beim Vorgänger als tauglich erwiesen hat. Ein Abstecher nach Thailand, wo Bridget Cleaver bei einer TV-Reportage unterstützen soll, lässt Bridget in einer "Brokedown-Palace"-Parodie im Thai-Frauenknast landen, in dem schließlich gemeinsam "Like A Virgin" eingesungen wird. Das schwankt zwischen schwarzem Brit-Humor à la Monty Python und peinlichem Unbehagen, wenn das Land auf das Prostitutionsparadies reduziert wird und die Thai-Frauen in Wonderbras und einer Tafel Schokolade ihr persönliches Glück finden. Zurück in London spielen die Autoren mit den Klischees der romantischen Komödie, von Umziehmontagen bis zu öffentlichen Liebesgeständnissen, bis auch dieses Märchen sein Happy End findet. Und wer wird zweifeln, dass sich dies auch kommerziell wiederholen wird. kob.

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Info

Plakat des Films: Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 02.12.2004

Großbritannien/USA 2004

Länge: 1 h 48 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Bridget Jones: The Edge of Reason

Regie: Beeban Kidron

Drehbuch: Richard Curtis, Andrew Davies, Adam Brooks

Musik: Harry Gregson-Williams

Produktion: Tim Bevan, Eric Fellner, Jonathan Cavendish

Kostüme: Jany Temime

Kamera: Adrian Biddle

Schnitt: Greg Hayden

Ausstattung: Gemma Jackson, David Warren, Paul Inglis

Website: http://movies.uip.de/bridgetjones2/