Unwiderstehliche Komödie über einen Hollywoodstar, der ahnungslos Schmuckstück eines Trashfilms wird.

Kinostart: nicht bekannt

Steve Martin

Steve Martin
als Bobby Bowfinger

Eddie Murphy

Eddie Murphy
als Kit/Jiff Ramsey

Heather Graham

Heather Graham
als Daisy

Handlung

Bobby Bowfinger ist Filmregisseur aus Leidenschaft, wird aber von Hollywood ignoriert. Als Superstar Kit Ramsey Bowfingers neues Skript mit Verachtung grüßt, filmt ihn der Gedemütigte für seinen Alienfilm mit versteckten Kameras, integriert ihn so in die Handlung - mit der Nebenwirkung, daß der Star nun überall Verrückte oder Außerirdische wittert.

Action-Star Kit Ramsey steigt, ohne es zu ahnen, zum Hauptdarsteller einer unsäglichen Science-Fiction-Klamotte auf. Deren Urheber, der notorisch bankrotte Filmemacher Bowfinger und sein unbegabter Drehbuchautor Afrim, haben es sich in den Kopf gesetzt, die Welt mit einem Werk über Regentropfen-förmige Aliens zu beglücken. Dieses Unterfangen wird ihnen jedoch nur finanziert, wenn es ihnen gelingt, Kit für das Projekt zu gewinnen. Also machen sich die tapferen Glücksritter mit versteckter Kamera auf zur fröhlichen Hollywoodstar-Jagd.

Der notorisch bankrotte Filmemacher Bowfinger und sein unbegabter Drehbuchautor Afrim wollen die Welt mit einem Werk über Regentropfen-förmige Aliens beglücken. Finanziert wird ihnen das Projekt nur, wenn sie Action-Star Kit Ramsey dafür gewinnen. Übermütige Hollywood-Satire nach einem Drehbuch von Steve Martin, der auch als Titelheld gemeinsam mit Eddie Murphy brilliert.

Kritik

"Der Guru" fand weltweit nur wenige Jünger, aber mit "Life" wurde Eddie Murphys Karriere wiederbelebt und darf nun mit "Bowfinger" erneut einen großen Hit erwarten. Eine vor allem durch Situationskomik bestechende, unwiderstehliche Hommage an alle Ed Woods, die ungeachtet aller Inkompetenz von Entschlossenheit und Kinoleidenschaft zum Film getrieben werden. Wie Steve Martins Produzent und Regisseur Bowfinger, der für sein ganz persönliches, niveauvolles Projekt (über Außerirdische, die L.A. infiltrieren) Hollywoods Superstar vor die Kamera bringt, ohne daß dieser sein Glück zu schätzen, geschweige denn überhaupt wahrzunehmen wüßte.

Glanzstück dieser Komödie, als witzige Umkehrung zu Bowfingers Trash-Kostbarkeit, ist ein originelles, witziges Drehbuch, daß Mechanismen, Rituale und Obsessionen (Esoterik, Sektenkult) Hollywoods beiläufig karikiert, aber die Passion filmverliebter Amateure ernst nimmt. Wie schon bei "L.A. Story" und "Roxanne" schrieb Hauptdarsteller Steve Martin selbst das Skript, das mit einem dünnen Plot auskommt, weil die brillante Prämisse allein spielfilmfüllend ist. Ähnlich wie in "Schnappt Shorty" steht im Mittelpunkt ein von Erfolglosen initiiertes und offeriertes Filmprojekt, das durch die Mitwirkung eines Superstars grünes Licht bekäme. In "Bowfinger" ist diese Garantie allerdings nur ein böser Scherz, den ein hohes Studiotier (Robert Downey jr.) mit dem als prominent posierenden Pseudoproduzenten treibt. Der aber nimmt die in Aussicht gestellte Zusage ernst und läßt sich auch von der nicht gerade sensiblen Absage des arroganten Action-Superstars Kit Ramsey (Eddie Murphy parodiert sein eigenes, von Egozentrik und Paranoia geprägtes Image der achtziger Jahre und taucht zur Halbzeit des Films in einer weiteren Rolle als Ramseys erfolgloser Bruder auf) nicht entmutigen. Blitzschnell wird an der kalifornisch-mexikanischen Grenze die Crew mit ahnungslosen, wenig später aber schon über Francis Ford Coppola debattierenden Flüchtlingen vervollständigt, ein kurviges Landei (Heather Graham) als weiblicher Star rekrutiert und in bester Kamikaze-Filmemacher-Tradition Kit Ramsey von den Darstellern im Restaurant, auf der Straße oder in der Tiefgarage gestellt und mit den grotesken Dialogen und Figuren aus Bowfingers Drehbuch konfrontiert. Die akribisch geplanten Attacken auf Ramsey, der nie Verdacht schöpft, daß er vor versteckten Kameras als Star eines Trashfilms mißbraucht wird, sondern sich zunehmend verfolgt fühlt und das wahnsinnige Gestammel von Außerirdischen bald ernst zu nehmen beginnt, sind die eindeutigen Highlights des Films, der in der Tiefgaragensequenz mit Suspense, Murphy und einem in Stöckelschuhen tippelnden Hund humoristisch alle Dämme bricht. Komödienspezialist Frank Oz, nach "In and Out" erneut von einer guten Vorlage verwöhnt, verläßt sich in diesem künftigen Kassenhit ganz auf Martins Drehbuch, das die durchwegs perfekt besetzten Darsteller (glänzend im Wagnerianischen Overacting: Christine Baranski) mit sichtbarem Spaß an der Sache zum Leben erwecken. kob.

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Info

Plakat des Films: Bowfingers große Nummer
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: nicht bekannt

USA 1999

Länge: 1 h 37 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Bowfinger

Regie: Frank Oz

Drehbuch: Steve Martin

Musik: David Newman

Produktion: Brian Grazer

Kostüme: Joseph G. Aulisi

Kamera: Ueli Steiger

Schnitt: Richard Pearson

Ausstattung: Tom Reta, Jackson De Govia

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