Wunderbar eigenwillige Tragikomödie über einen jungen Grafiker in Liebesnöten und seinen Vater, der im Alter von 75 Jahren zu seiner Homosexualität zu stehen beginnt.

Kinostart: 09.06.2011

Goran Visnjic
als Andy

Bill Oberst
als Hal's Freund

Mary Page Keller
als Georgia

Jodi Long
als Dr. Flaster

Jessica Elder
als Party girl

Die Handlung von Beginners

Der Tod seines 80-jährigen Vaters Hal wirft Grafiker und Künstler Oliver mehr aus der Bahn, als er es sich jemals gedacht hätte. Neuen Lebensmut fasst der verschlossene junge Mann, als er die französische Schauspielerin Anna kennenlernt und sich in sie verliebt. Während er sich an Anna klammert und wieder Fuß im Leben zu fassen versucht, erinnert er sich an die letzten Jahre mit seinem Vater: Nach dem Tod seiner Frau hatte sich der damals 75-Jährige für seinen Sohn völlig überraschend zu seiner Homosexualität bekannt und noch einmal einen neuen Lebensanfang gewagt.

Der Tod seines 80-jährigen Vaters Hal wirft Oliver mehr aus der Bahn, als er es sich jemals gedacht hätte. Neuen Lebensmut fasst der junge Mann, als er die französische Schauspielerin Anna kennenlernt und sich in sie verliebt. Während er sich an Anna klammert und wieder Fuß im Leben zu fassen versucht, erinnert er sich an die letzten Jahre mit seinem Vater: Nach dem Tod seiner Frau hatte sich der damals 75-Jährige für seinen Sohn völlig überraschend zu seiner Homosexualität bekannt und noch einmal einen neuen Lebensanfang gewagt.

Kritik zu Beginners

Eine autobiographische Komödie, in der man vor Freude weinen will: Mike Mills' zweiter Film ist wie ein Blättern durch ein ganz persönliches Familienalbum.

Mike Mills war Anfang 30, als seine Mutter starb und sein 75-jähriger Vater sein Comingout erklärte: Nach 50 Jahren der Geheimnistuerei hatte er keine Lust mehr, im Verborgenen leben zu müssen. Bis zu seinem Tod fünf Jahre später lebte er als glücklicher schwuler Mann, der seinem Sohn in dieser Zeit näher kam als all die Jahre davor. "Beginners" könnte nicht autobiographischer sein. Mills, einer der einflussreichsten und kreativsten amerikanischen Grafikdesigner und Künstler der letzten 20 Jahre, der Albumcover für Sonic Youth entwarf und Videos für die Beastie Boys drehte, erzählt in seiner zweiten Arbeit als Filmregisseur - das Debüt war "Thumbsucker" aus dem Jahr 2005 - seine eigene Geschichte. Und er macht es auf die zutiefst persönliche Weise, die möglich erscheint. Bisweilen mutet sein Film an wie ein Blättern durch ein Tagebuch, angefüllt mit Randnotizen, abschweifenden Gedanken und absurden Ideen. Parallel erzählt der Regisseur von der Zeit nach dem Tod der Mutter - und danach dem Tod des Vaters.

Mit Hilfe seines Alter egos, des von Ewan McGregor gespielten Grafikdesigners Oliver, erzählt Mills von der eigenen Orientierungslosigkeit, seiner Trauer, seiner Schwierigkeit, wieder Fuß im Leben zu fassen nach dem Verlust, und seinen Problemen, sich auf eine Beziehung mit einer jungen französischen Schauspielerin, gespielt von "Inglourious Basterds"-Entdeckung Melanie Laurent, die er in einer wunderbaren Sequenz auf einer Party in den Hollywood Hills kennenlernt, einzulassen. Das klingt zunächst nach einem problembeladenen Drama, ist aber ein entwaffnend hinreißender Film mit einem Sinn für absolut menschlichen Humor. Mills ist frei im Einsatz der Mittel, lässt seinen traurigen Helden Gespräche mit dem Hund des Vaters führen (und den Hund in Untertiteln antworten), er fügt Einschübe ein, die im Stil eines Kalenderblattes von entscheidenden Jahren im Leben der Hauptfiguren berichten. Alles, was dazu beiträgt, ein Verständnis für die Menschen in "Beginners" und ihre Gefühlswelt zu vertiefen, ihre ganz intimen Anliegen in einen Kontext zu setzen und damit nachvollziehbar zu machen, ist erlaubt. Die Freiheit überträgt sich auf die Schauspieler.

McGregor und Laurent sind wunderbare Sympathieträger, aber die eigentliche Offenbarung ist Hollywood-Legende Christopher Plummer, der als Olivers Vater, der es sich erlaubt, die letzten Jahre seines Lebens in vollen Zügen zu genießen, die vielleicht mutigste und beste Leistung seiner an ikonischen Rollen nicht gerade armen Karriere abliefert. "Beginners" ist von der ersten bis zur letzten Sekunde pure Magie, überraschend, aufrichtig, sentimental, ein bisschen drollig, komisch, traurig, immer wahrhaftig - eine wunderbare Arbeit eines Mannes, dessen bekanntestes Kunstprojekt nicht von ungefähr den Titel "Humans" trägt: Nachhaltig erzählt er, dass wir alle in unserem Leben immer Anfänger sind, egal wie alt und erfahren wir auch sein mögen. Und das ist im ureigenen und ursprünglichen Sinne schön. ts.

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Info

Kinostart: 09.06.2011

USA 2010

Länge: 1 h 44 min

Genre: Drama

Originaltitel: Beginners

Regie: Mike Mills

Drehbuch: Mike Mills

Musik: Roger Neill, Brian Reitzell, Dave Palmer

Produktion: Lars Knudsen, Jay Hoy, Leslie Urdang, Dean Vanech, Miranda de Pencier

Kostüme: Jennifer Johnson

Kamera: Kasper Tuxen

Schnitt: Olivier Bugge Coutté

Ausstattung: Shane Valentino

Website: http://www.BeginnersMovie.com

Auszeichnungen

1 Oscar: 1 Golden Globe: