Tragikomischer Roadtrip um einen verliebten Lehrer und seinen talentierten Schüler, die eine Musikerkarriere starten wollen. Verfilmung des gleichnamigen Romans von Benedict Wells.

Kinostart: 23.07.2015

Christian Ulmen

Christian Ulmen
als Robert Beck

Nahuel Pérez Biscayart
als Rauli Kantas

Eugene Boateng
als Charlie Aguobe

Friederike Becht
als Lara

Fabian Hinrichs
als Holger Gersch

Anna Lena Klenke
als Anna Lind

Boris Gaza
als Genadij Kantas

Vedat Erincin

Ernst Stötzner
als Rektor Dieter Heym

Rainer Reiners
als Werner Berchthold

Hermann Beyer
als Hans Zankl

Lucas Reiber

Die Handlung von Becks letzter Sommer

Beck, einst erfolgreicher Musiker, führt inzwischen ein einsames, ihm jämmerlich erscheinendes Dasein als Gymnasiallehrer. Aus seiner Lethargie reißen ihn die niedliche Kellnerin Lara, in die er sich verliebt, und sein hoch talentierter Schüler Rauli aus Litauen. Mit ihm will er seinen zweiten musikalischen Frühling erleben. Als sein inzwischen drogenabhängiger Jugendfreund Charlie seine kranke Mutter in Istanbul besuchen will, das behauptet er zumindest, begleitet ihn Beck.

Kritik zu Becks letzter Sommer

Frieder Wittich adaptiert den gleichnamigen Roman als sympathisch-melancholischen Selbstfindungstrip mit einem gut aufgelegten Christian Ulmen in seiner ersten "ernsten" Rolle.

Es war eine Romanverfilmung mit Ansage, schließlich hatte Benedict Wells, der Autor von "Becks letzter Sommer", bereits beim Schreiben Christian Ulmen für die titelgebende Hauptrolle im Kopf. Und dieser macht unter der Regie von Frieder Wittich ("13 Semester") seine Sache ganz hervorragend als einst erfolgreicher Musiker, der inzwischen ein einsames wie jämmerliches Dasein als emotions- wie motivationsloser Gymnasiallehrer führt. Drei Menschen holen Beck letztlich wieder aus der Lethargie: Die niedliche Kellnerin Lara, die von einem Modedesignstudium in Rom träumt und mit der er eine zärtliche Romanze beginnt, sein hoch talentierter Schüler Rauli aus Litauen, mit dem er seinen zweiten musikalischen Frühling erleben will, und der psychisch labile, drogenabhängige aber durch und durch loyale Charlie, einzig übrig gebliebener Weggefährte aus alten Zeiten. Charlie ist es auch, der dem tragikomischen Drama etwa zur Mitte des Films eine neue Richtung gibt. Denn sein Road Trip nach Istanbul, wo er seine (angeblich) kranke Mutter besuchen will, wird für ihn und seine beiden Begleiter Beck und Rauli zur klassischen Selbstfindungsreise, auf der zwischen Liebe oder Egoismus, Kunst oder Karriere, Selbstbetrug oder Wahrhaftigkeit entschieden wird.

"Becks letzter Sommer" lebt zum einen vom starken Soundtrack und Score, den Tobias Jundt alias Bonaparte! kongenial eingespielt hat, zum anderen von den Darstellern, die ihren Figuren Tiefe und Glaubwürdigkeit verleihen. Das gilt sowohl für die Newcomer Eugene Boateng (Charlie) und Nahuel Pérez Biscayart (Rauli) als auch für den alten Hasen Ulmen, der sich hier endlich einmal von seinen oft klamaukigen Komödienrollen lösen darf. Auch wenn die Story selbst dramaturgisch eher dürftig ist, gefällt die sympathische Grundstimmung des Films, der als Road Movie einige schöne Kinobilder von Balkan und Bosporus entwickelt, und als Musikfilm seine originellste Szene hat, wenn Rauli auf der E-Gitarre Klassik von Bach über Mozart bis Vivaldi im Schnelldurchlauf aus den Saiten zaubert. lasso.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 23.07.2015

Deutschland 2015

Länge: 1 h 39 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Becks letzter Sommer

Regie: Frieder Wittich

Drehbuch: Oliver Ziegenbalg, Frieder Wittich

Musik: Tobias Jundt

Produktion: Jakob Claussen, Uli Putz

Kostüme: Silke Faber

Kamera: Christian Rein

Schnitt: Marty Schenk

Ausstattung: Eva Stiebler

Website: http://www.claussen-woebke-putz.de/de/becks-letzter-sommer.html