TV-Thriller: Tobias Moretti als Biobauer, der um seine Existenz und gegen ein skrupelloses Kartell kämpft.

Kinostart: nicht bekannt

Tobias Moretti

Tobias Moretti
als Andi Gruber

Bernadette Heerwagen

Bernadette Heerwagen
als Silvie Kraus

Tilo Prückner

Tilo Prückner
als Dr. Kroetz

Paula Nocker
als Lena Gruber

Maria Happel
als Ute Brass

Kristian Wanzl
als Lutz Brass

Johannes Krisch
als Aumann

Jewgenij Sitochin
als Balic

Antonia Jung
als Heike Brass

Andreas Schlager
als Dr. Ullrich

Heio Stetten
als Jaksch

Patrick Blume
als L

Sven Pippig
als Gerold Schoch

Rainer Frieb
als Gantner

Michael Moritz
als Kahn

Kritik

Tobias Moretti als Zeuge einer Verschwörung: "Bauernopfer" ist ein spannender Öko-Thriller über das schwierige Thema Nanotechnologie in der Viehzucht.

Ein ebenso schlichter wie in seiner Verkürztheit überaus treffender Titel: weil Landwirt Gruber als "Bauernopfer" seinen Kopf für ein Verbrechen hinhalten muss, an dem er völlig unschuldig ist. Er hat nicht die leiseste Ahnung, warum ausgerechnet er zur Hauptfigur eines Komplotts wird, das die Nahrungsmittelproduktion revolutionieren soll. Tobias Moretti, der viele wunderbare Szenen hat, ist die perfekte Besetzung für diesen ewig schlecht gelaunten alleinerziehenden Landwirt, dem die Frau davon gelaufen ist. Als auch ihm auch noch das Schwein Lotte wegrennt, wird er endgültig zur Witzfigur: "Bauer sucht Sau". Da ahnt noch niemand, dass Lotte am Ende entscheidenden Anteil an der Aufdeckung einer Verschwörung hat, deren Hintermänner unter anderem im Ernährungsministerium sitzen. Der jüngste Dioxin-Skandal unterstreicht die Brisanz dieses Films, mit dem sich die Auftraggeber an ein ebenso komplexes wie aktuelles Thema wagen: Es geht um Nanotechnologie bei Lebensmitteln. Würde das Nutzvieh damit gefüttert, könnte man die Teilchen wie U-Boote steuern und gezielt einsetzen, um Gewichtszuwachs zu fördern oder Krankheiten zu bekämpfen. Die Technologie ist jedoch umstritten; befürchtet werden unter anderem Erbgutschädigungen. All das aber ist Theorie. Die Praxis ist Thriller: Als Tierarzt Kroetz (Tilo Prückner) ausgerechnet auf dem Hof von Biobauer Gruber kontaminierte Tiere entdeckt, versteht der Landwirt die Welt nicht mehr. Doch das ist nur der Anfang einer tödlichen Spirale: Kurz drauf wird Kroetz getötet. Gruber steht nun unter Mordverdacht, kann aber mit den Aufzeichnungen des Toten fliehen und findet Hilfe bei Biochemikerin Silvie (Bernadette Heerwagen), die für einen österreichischen Futtermittelhersteller arbeitet. Als sie die Tragweite der Notizen durchschaut, schwebt sie ebenfalls in Lebensgefahr. Mit großem Geschick verpackt das Drehbuch (Uli Brée, Rupert Henning) die Wissenschaft in eine Geschichte, die sich immer weiter zuspitzt. Dass die Autoren die Handlung schließlich nach Kroatien verlagern, wo Gruber und Silvie wundersam wieder aufeinander treffen, hat allerdings vor allem romantische Gründe, weil er ihr so das Leben retten kann. Aber das Finale im Hauptquartier der Gangster inszeniert Regisseur Wolfgang Murnberger ziemlich packend. Seltsam ist nur das Dialektgemisch. "Bauernopfer" ist eine von der Wiener DOR Film hergestellte Koproduktion zwischen ORF und SWR. Das erklärt, warum der Film zwar in Oberschwaben spielt, aber die wichtigsten Figuren österreichisch sprechen. Oder bayerisch, auch wenn das überhaupt nicht passt. tpg.

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Info

Plakat des Films: Bauernopfer

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland/Österreich 2011

Genre: Thriller

Originaltitel: Bauernopfer

Regie: Wolfgang Murnberger

Drehbuch: Rupert Henning, Uli Brée

Musik: Stefan Bernheimer

Produktion: Danny Krausz, Kurt Stocker, Isabelle Welter

Kostüme: Martina List

Kamera: Thomas Benesch

Schnitt: Alarich Lenz

Ausstattung: Hans Jager