Kuriose Culture-Clash-Comedy mit Joachim Król als pedantischem Logistiker, für den eine Geschäftsreise ins russische Niemandsland zum unfreiwilligen Selbstfindungstrip wird. Vom "Vincent will meer"-Regisseur.

Kinostart: 10.05.2012

Joachim Król

Joachim Król
als Matthias Bleuel

Vladimir Burlakov

Vladimir Burlakov
als Artjom

Yulya Men

Yulya Men
als Sajana

Armin Rohde
als Holger

Katja Riemann
als Ilka

Michael Degen
als Direktor Fengler

Zoya Buryak
als Galina Karpova

Svetlana Tsvichenko
als Natalja

Alexandr Garkushenko
als Vladik

Nesipkul Umarbekova
als Olga, die Schamanin

Mandzhieva Gilyana
als Kin

Die Handlung von Ausgerechnet Sibirien

Nur widerwillig tritt Matthias Bleuel, frisch geschieden und überkorrekter Logistiker eines Leverkuseners Modeversandhauses, seine Dienstreise ins sibirische Kemerovo an. Weil er die Sprache nicht versteht und mit der russischen Mentalität nicht zurechtkommt, will er seinen Auftrag so schnell wie möglich abwickeln. Doch da lernt der Pedant mit Hang zum Esoterischen per Zufall eine schorische Sängerin kennen. Vom Besuch bei deren Mutter, einer Schamanin, erhofft sich Bleuel letztlich Trost und Rat auf der Suche nach seinem Seelenheil.

Nur widerwillig tritt Matthias Bleuel, frisch geschieden und überkorrekter Logistiker eines Leverkuseners Modeversandhauses, seine Dienstreise ins sibirische Kemerovo an. Weil er die Sprache nicht versteht und mit der russischen Mentalität nicht zurechtkommt, will er seinen Auftrag so schnell wie möglich abwickeln. Doch der der Pedant mit Hang zum Esoterischen lernt per Zufall eine schorische Sängerin kennen. Vom Besuch bei deren Mutter, einer Schamanin, erhofft sich Bleuel letztlich Trost und Rat auf der Suche nach seinem Seelenheil.

Für einen pedantischen Logistiker wird eine Geschäftsreise ins russische Niemandsland zum unfreiwilligen Selbstfindungstrip. Kuriose Culture-Clash-Comedy mit Joachim Król, der unter der Regie von "Vincent will meer"-Macher Ralf Huettner zu Hochform aufläuft.

Kritik zu Ausgerechnet Sibirien

Kuriose Culture-Clash-Comedy mit Joachim Król als pedantischem Logistiker, für den eine Geschäftsreise ins russische Niemandsland zum unfreiwilligen Selbstfindungstrip wird.

Widmete sich Ralf Huettner zuletzt in seiner Überraschungserfolgskomödie "Vincent will meer" noch den seltsamen Erscheinungsformen des Tourette-Syndroms, zieht es ihn in seinem aktuellen Film in den fernsten Osten, wo ebenfalls eigenartige Menschen, Sitten und Gebräuche zu beobachten sind. "Ausgerechnet Sibirien" ist eine klassische Culture-Clash-Comedy der leisen, fein nuancierten Töne. Letzteres liegt allein schon an ihrem Hauptdarsteller. Joachim Król passt perfekt für die Rolle des Matthias Bleuel, des überkorrekten Logistikers eines Leverkuseners Modeversandhauses, der ins sibirische Kemerovo abkommandiert wird, um in der dortigen Dependance nach dem Rechten zu sehen. Der sanfte Witz des Films entsteht zum einen aus Króls verzweifelten Versuchen, sich den Einheimischen verständlich zu machen, ohne dabei selbst ein einziges Wort Russisch zu sprechen. Zum anderen gelingt Huettner gemeinsam mit seiner Produzentin Minu Barati (schrieb mit Michael Ebmeyer, dem Verfasser der literarischen Vorlage, auch das Drehbuch) das Kunststück, westliche Vorurteile gegenüber Sibirien sowohl zu entkräften als auch zu bestätigen. So wird im Osten Russlands tatsächlich gerne (Wodka) getrunken und weniger gerne gearbeitet, gleichzeitig gibt es dort durchaus auch schneefreie Sommer, die Menschen besitzen ein großes Herz und verzeihen schnell. "Ausgerechnet Sibirien" ist darüber hinaus ein skurriles, leicht entrücktes Roadmovie, für das Huettner und sein Kameramann Stefan Ciupek großartige, Leinwand füllende Bilder gefunden haben. Die Reise steht für die Sinnsuche des Protagonisten, der gerade eine Trennung zu verkraften hat und sich von der Weissagung einer Schamanin Trost und Heilung verspricht. Manche Drehbuchstellen mögen konstruiert und wenig glaubwürdig wirken, wie etwa die Liebesgeschichte zwischen dem Leverkusener Logistiker und einer schorischen Sängerin, dennoch gefällt die konsequent durchgezogene beschwingt-positive Grundstimmung, die irgendwo zwischen Peter Lichtefelds "Zugvögel... Einmal nach Inari" und Kaurismäkis "Leningard Cowboys" (vor allem musikalisch) angesiedelt ist. "Ausgerechnet Sibirien" präsentiert mit Vladimir Burlakow, der Króls leidgeprüften russischen Dolmetscher spielt, auch noch ein vielversprechendes neues Kinogesicht. lasso.

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Info

Kinostart: 10.05.2012

Deutschland/Russland 2012

Länge: 1 h 45 min

Genre: Drama

Originaltitel: Ausgerechnet Sibirien

Regie: Ralf Huettner

Drehbuch: Minu Barati, Michael Ebmeyer

Buchvorlage: Michael Ebmeyer

Musik: Ralf Hildenbeutel, Stevie B-Zet

Produktion: Skady Lis, Minu Barati

Kostüme: Andreas Janczyk

Kamera: Stefan Ciupek

Schnitt: Horst Reiter

Ausstattung: Erwin Prib

Website: http://www.ausgerechnetsibirien.de