Charmante, ein wenig uneinheitliche "Aschenputtel"-Version mit Drew Barrymore.

Kinostart: nicht bekannt

Drew Barrymore

Drew Barrymore
als Danielle

Anjelica Huston

Anjelica Huston
als Rodmilla

Dougray Scott

Dougray Scott
als Prinz Henry

Patrick Godfrey
als Leonardo Da Vinci

Melanie Lynskey
als Jaqueline

Jeanne Moreau
als Grande Dame

Timothy West
als King Francis

Judy Parfitt
als Queen Marie

Jeroen Krabbé
als Auguste

Matyelok Gibbs
als Louise

Richard O'Brien
als Pierre Le Pieu

Lee Ingleby
als Gustave

Megan Dodds
als Marguerite

Kate Lansbury
als Paulette

Handlung

Das richtige Aschenputtel hieß Danielle und wurde von ihren Stiefschwestern tief gedemütigt. Auch auf die Hilfe ihrer Stiefmutter konnte Danielle im 16. Jahrhundert nicht vertrauen. Doch da gibt es noch den Prinz, der sich gegen eine Zweckehe mit einer spanischen Prinzessin wehrt. Als er das bürgerliche Mädchen erblickt, ist es um ihm geschehen...

Frankreich im 16. Jahrhundert. Nach dem Tod ihres Vaters wächst Danielle bei ihrer Stiefmutter Rodmilla auf. Die verwöhnt ihre beiden Töchter Marguerite und Jacqueline, während Danielle gezwungen wird, niedrigste Dienste zu verrichten. Eines Tages begegnet Danielle zufällig dem Prinzen Henry. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick, doch ehe es zur Eheschließung kommen kann, gilt es noch zahlreiche Hürden zu überwinden. Vor allem weil Rodmilla alles daran setzt, Marguerite mit dem Prinzen zu verheitraten...

Charmante, ein wenig uneinheitliche "Aschenputtel"-Version mit Drew Barrymore.

Kritik

Nach den modernisierten Klassiker-Verfilmungen "William Shakespeares Romeo und Julia" und "Große Erwartungen" erhält nun das Gebrüder-Grimm-Märchen "Aschenputtel" eine Verjüngungskur. Dabei bleibt die im Rückblick von einer Nachfahrin (Jeanne Moreau) erzählte Story im 16. Jahrhundert angesiedelt. Sie erklärt den Grimm-Brüdern, daß es sich bei den Geschehnissen um eine wahre Begebenheit handelt. So sei Aschenputtels richtiger Name Danielle, die sich in Gestalt der reizenden Drew Barrymore sozialpolitisch engagiert zeigt. Die Dialoge sind allerdings mehr der Gegenwart verhaftet, und statt einer guten Fee erweist sich Leonardo da Vinci (Patrick Godfrey) als ratdienlicher Freund und Helfer.

Geblieben sind die Figuren der bösen Stiefmutter (Anjelica Huston) und ihrer schnippischen Töchter, wobei hier nur eine (Megan Dodds) dieser Beschreibung gerecht wird, während die andere (Jacqueline Lynskey) tatsächlich ein gutherziges Pummelchen ist. Dieser angeheirateten Familie muß Danielle als Dienstmädchen zur Verfügung stehen, nachdem ihr liebender Vater verstirbt. Die (moderaten) Bösartigkeiten werden von der herzlichen Danielle noch nicht einmal besonders übelgenommen, da sie immer noch auf die Liebe ihrer Stiefmutter hofft. Danielles Prinz (Dougray Scott) wehrt sich derweil gegen die Zweckehe mit einer spanischen Prinzessin. Als er die selbstbewußte und belesene (sie zitiert aus Sir Thomas Moores "Utopia", um dem snobistischem Prinzen eine Lektion in Sachen Menschenrechte und Gesellschaftsstruktur zu erteilen) Bürgerliche zufällig kennenlernt, ist es um ihn geschehen. Allerdings hält er sie für eine Adlige und ahnt nichts von ihrem sozialen Stand. Das erweist sich später neben der Unbill der Stiefmutter als häßlicher Stolperstein in ihrer Romanze. Das märchenhafte Happy-End ist dennoch vorprogrammiert.

Neben den schönen Kostümen und romantischen Drehorten ist es das Charisma von Drew Barrymore, die die Märchenromanze von Regisseur Andy Tennant sehenswert macht. Ihr herzlicher Charme und ihre entwaffnende Unschuld sind gleichermaßen für das männliche und weibliche (Teenage-)Publikum ansprechend. Junge Mädchen werden den Umstand begrüßen, daß die Heroin ihrem Herzbuben intellektuell überlegen ist und gut für sich selbst sorgen kann. Dafür werden sie gerne in Kauf nehmen, daß der Erzählton nicht immer ganz rund gehalten wird und zwischen zärtlichem Liebestraum, parodistischer Farce und feurigem Klassenkampf- und Gleichberechtigungs-Statement schwankt. ara.

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Info

Plakat des Films: Auf immer und ewig
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: nicht bekannt

USA 1998

Länge: 2 h 1 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Ever After: A Cinderella Story

Regie: Andy Tennant

Drehbuch: Susannah Grant, Andy Tennant, Rick Parks

Musik: George Fenton

Produktion: Soria Trench, Tracey Trench

Kostüme: Jenny Beavan

Kamera: Andrew Dunn

Schnitt: Roger Bondelli

Ausstattung: Michael Howells, David Allday