Tiffany denkt, dass das Glück sie verlassen hat. Mit ihrer neurotischen Art steht sie sich jedoch meist nur selbst im Weg. Sherry Hormann ("Wüstenblume", "Irren ist männlich") verfilmte den gleichnamigen Bestseller von Paul Watzlawick.

Kinostart: 29.11.2012

Johanna Wokalek

Johanna Wokalek
als Tiffany Blechschmid

Iris Berben

Iris Berben
als Tiffanys Mutter

Richy Müller

Richy Müller
als Hans Luboschinski

David Kross
als Benno

Benjamin Sadler
als Frank Henne

Itay Tiran
als Thomas Paulson

Michael Gwisdek
als Paul

Katharina Marie Schubert
als Rita

Margarita Broich
als Luise

Rüdiger Vogler
als Tiffanys Vater

Dogan Akgün
als Roma

Luna Rösner
als Tiffany, jung

Wladimier Gorochow
als Vincent

Michael Kranz
als Moritz

Handlung

Single Tiffany ist hübsch, intelligent und führt erfolgreich einen Feinkostladen in Berlin-Kreuzberg. Doch statt sich des Lebens zu freuen, findet sie immer ein Haar in der Suppe und ihr Liebesmodus tendiert gegen Null. Tauchen mal potenzielle Kandidaten wie ein smarter Polizist oder ein charmanter Fotograf auf, steht sich die Bedenkenträgerin selbst im Weg. Und mütterliche Ratschläge aus dem Jenseits stören gewaltig. Doch irgendwann packt die "durchschnittliche Neurotikerin" das Glück bei den Hörnern.

Single Tiffany ist hübsch, intelligent und führt erfolgreich einen Feinkostladen in Berlin-Kreuzberg. Doch statt sich des Lebens zu freuen, findet die junge Frau immer ein Haar in der Suppe. Ihr Liebesmodus tendiert gegen Null. Tauchen mal potenzielle Kandidaten wie ein smarter Polizist oder ein charmanter Fotograf auf, steht sich die Bedenkenträgerin selbst im Weg. Und mütterliche Ratschläge aus dem Jenseits stören gewaltig. Doch irgendwann packt die "durchschnittliche Neurotikerin" das Glück bei den Hörnern.

Eine junge Berlinerin aalt sich in ihrer Lebenslethargie, beschließt aber, ihrem Liebesglück doch noch selbst auf die Sprünge zu helfen. Tragikomödie mit Herz auf dem rechten Fleck nach dem Sachbuch von Paul Watzlawick.

Kritik

Heiter-melancholische Liebeskomödie über eine Kreuzberger Kneipenwirtin die vom Glück träumt, aber für die das Glas immer nur halb voll ist.

Glück ist ein flüchtiger Begleiter und manche merken das Glück an ihrer Seite überhaupt nicht. Zu dieser Kategorie zählt Single Tiffany. Sie ist hübsch, intelligent und führt erfolgreich einen Feinkostladen und Kneipe in Berlin-Kreuzberg. Statt sich des Lebens zu freuen, findet sie immer ein Haar in der Suppe und ihr Liebesmodus tendiert gegen Null. Tauchen mal potenzielle Kandidaten wie ein smarter Polizist oder ein charmanter Fotograf auf, surft die Bedenkenträgerin auf der Skepsis-Welle. Und mütterliche Ratschläge aus dem Jenseits zum Liebesleben stören ganz gewaltig. Die junge Frau ist das beste Beispiel für Paul Watzlawicks noch immer gültige These, dass man sich meistens bei der Glückssuche selbst im Weg steht. Doch irgendwann packt die "durchschnittliche Neurotikerin" das Schicksal bei den Hörnern. Und nicht nur sie ist happy, auch der Zuschauer, der ihr emotionales Auf und Ab mit Spannung verfolgt.

Mit Ironie und Witz verfilmt Sherry Hormann Watzlawicks gleichnamigen Bestseller und zeigt dabei in unterhaltender Form und ohne peinliches "positive thinking", dass Vermeidung gefürchteter Situationen und Verdrängung alles nur noch schlimmer machen. Johanna Wokalek, die in dieser melancholischen Komödie an die zauberhafte junge Sophie Marceau erinnert, spielt den hinreißenden Trauerkloß, der sich abschottet und für den das Glas des Lebens nur halb voll ist, in einer Mischung aus Verletzbarkeit, Fragilität und Durchsetzungsvermögen, wirft nach und nach wie ein Schmetterling den Kokon ab und befreit sich von Ängsten. Nicht nur sie meistert die Rolle mit Bravour, auch Mitstreiter wie David Kross als autistischer Gemüseschnitzer, Iris Berben als lautes Muttertier und Richy Müller als Klavierlehrer mit amouröser Vergangenheit sind nicht ohne. Ein Ensemblefilm, bei dem die Chemie zwischen allen großartigen Schauspielern stimmt. Wie bei guten Komödien liegen Lachen und Weinen nahe beieinander. Michael Gwisdek als Tiffanys Vermieter beginnt den Film mit den Worten: "Wer immer Ihnen eine Kinokomödie versprochen hat, ich muss Sie warnen - dies ist keine Komödie". Ob er Recht hat, das sollte das Publikum mit großem Spaß herausfinden. mk.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 29.11.2012

Deutschland/Österreich 2012

Länge: 1 h 27 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Anleitung zum Unglücklichsein

Regie: Sherry Hormann

Drehbuch: Sherry Hormann

Produktion: Peter Herrmann, Ute Krämer

Kostüme: Gabriele Binder

Kamera: Wojciech Szepel

Schnitt: Sandy Saffeels, Clara Fabry

Website: http://www.anleitungzumungluecklichsein.studiocanal.de/#home

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