Subversive Attacke auf das kapitalistische System der Spät-Neunziger vom "Beavis and Butthead"-Macher.

Kinostart: 10.06.1999

Ron Livingston
als Peter Gibbons

Gary Cole

Gary Cole
als Bill Lumbergh

David Herman
als Michael Bolton

Jennifer Aniston
als Joanna

Ajay Naidu
als Samir

Stephen Root
als Milton Waddams

Richard Riehle
als Tom Smykowski

Alexandra Wentworth
als Anne

John C. McGinley
als Bob

Diedrich Bader
als Lawrence

Kinna McInroe
als Nina

Joe Bays
als Dom Portwood

Todd Duffey
als Chotchkie's Kellner

Paul Willson
als Bob Porter

Michael McShane
als Dr. Swanson

Orlando Jones
als Steve

Jesse De Luna
als Polizist

Jack Betts
als Richter

Greg Pitts
als Drew

Linda Wakeman
als Laura Smykowski

Jennifer Jane Emerson
als Zeitarbeitskraft

Josh Bond
als Wachmann

Kyle Scott Jackson
als Rob Newhouse

Barbara George-Reiss
als Lumberghs Sekret

Tom Schuster
als Vorarbeiter

Rupert Reyes
als Mexikanischer Kellner

Jackie Belvin
als Erster Patient

Gabriel Folse
als Zweiter Patient

Mike Judge
als Chotchkies Manager

Justin Possenti
als Zuschauer

Handlung

Dem Computerprogrammierer Peter hängen sein Routinejob und sein sadistischer Boss zum Hals raus. Als Unternehmensberater die Firma nach überflüssigen Arbeitskräften durchforsten, packt Peter und seine befreundeten Kollegen Panik. Darauf wird Peter von seiner Freundin zum Hypnotherapeuten geschickt - mit verblüffendem Resultat: Aus dem einstigen Konformisten wird ein Büroanarchist.

Peter hat den langweiligsten Job der Welt: Er macht die Firmen-Computer Jahrtausend-sicher. Und auch privat hat Peter wenig Grund zur Freude, stellt er doch fest, daß seine Freundin ihn betrügt. Um sein Leid zu lindern, entschließt er sich zu einer Hypnose-Therapie. Der Doktor versetzt ihn in einen Zustand absoluter Sorglosigkeit - und erliegt plötzlich einem Herzinfarkt. Peter ist wie verwandelt: Er verführt seine heimliche Flamme Joanna, sagt seinem Boß ordentlich die Meinung und plant mit seinen beiden Kumpels einen verwegenen Coup...

Um sein Unglück in Job und Liebe zu lindern, entschließt Peter sich zu einer Hypnose-Therapie. Plötzlich ist er wie verwandelt ... Die amüsante Büro-Satire und Love-Story ist auch Krimi und Komödie, zeigt Antihelden im Kampf gegen die Widrigkeiten der Arbeitswelt.

Kritik

Millionen pubertierender Jünglinge (sowie renitenter Berufsjugendlicher) fanden in den debil daherquatschenden Dumpfbacken Beavis und Butt-Head aus der gleichnamigen MTV-Animationsserie befreiend politisch unkorrekte Identifikationsfiguren. Mike Judge, der kreative Kopf hinter diesem rüden Rabaukenduo, will nun in seinem Realfilm-Regiedebüt "Office Space" den frustierten Bürodronen dieser Erde ein satirisches Ventil liefern. Sein sketchhaftes Drehbuch basiert auf einer von ihm kreierten Comicstrip-Reihe um den lächerlichen Versagertypen Milton, dessen demütigende Demontage sich in kurzen Vignetten als roter Faden durch das Geschehen zieht.

Die amüsante System-Sabotage-Story dreht sich vornehmlich um den stinknormalen Computerprogrammierer Peter (Ron Livingston), dem sein todlangweiliger Routinejob und sein schleimig-sadistischer Boss (Gary Cole trägt vorzüglich ein beständig falsches Lächeln auf den Lippen) zum Hals raushängen. Doch als Unternehmensberater die Firma nach überflüssigen Arbeitskräften durchforsten, wird Peter ebenso wie seine befreundeten Kollegen Samir und Michael Bolton (bissige Seitenhiebe auf den gleichnamigen Balladensänger sind vorprogrammiert) von würgender Existenzangst befallen. Das ändert sich schlagartig, als Peter von seiner zickigen Freundin zu einem Hypnotherapeuten schleift, der ihn in einen Zustand unverwüstlicher Nonchalance versetzt. Bevor Peter jedoch aus seiner Trance erwacht, segnet sein Hypnotiseur das Zeitliche, womit aus dem einst duckmäuserischen Konformisten ein selbstbewußter Büroanarchist wird, der sich an keine steife Regeln oder alberne Rituale mehr hält und dafür auch noch mit einer Beförderung belohnt wird. Nebenbei bandelt er noch mit der von ihrem Chef getriezten Bedienung Joanne ("Friend" Jennifer Anistons Aufgabe ist es hier, in erster Linie appetitlichen Armschmuck abzugeben) an. Daß Judge danach die Satirepfade verläßt, um sich mit einem Wirtschaftskriminalität-Subplot zu befassen, der keine Überraschungen parat hält und wie Füllmaterial anmutet, schadet zwar, kann aber nicht den guten Eindruck mindern, den diese zutiefst suberversive Attacke auf das kapitalistische System der Spät-Neunziger hinterläßt. Daß die frustierten Firmenknechte in den USA sich nur in geringen Maßen motiviert fühlten, im Kino ihren Dampf abzulassen, ist Judges Schuld nicht gewesen. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 5526 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Alles Routine
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 10.06.1999

USA 1998

Länge: 1 h 29 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Office Space

Regie: Mike Judge

Musik: John C. Frizzell

Produktion: Daniel Rappaport, Michael Rotenberg

Kostüme: Melinda Eshelman

Kamera: Timothy Suhrstedt

Ausstattung: Edward T. McAvoy, Adele Plauche