Drama um eine Frau, die sich im Dublin des 19. Jahrhunderts als Mann verkleidet, um in der Gesellschaft voranzukommen, darüber aber ihre Identität verliert.

Kinostart: 26.09.2013

Glenn Close

Glenn Close
als Albert Nobbs

Mia Wasikowska

Mia Wasikowska
als Helen

Aaron Taylor-Johnson

Aaron Taylor-Johnson
als Joe

Brendan Gleeson
als Dr. Holloran

Janet McTeer
als Hubert

Jonathan Rhys Meyers
als Viscount Yarrell

Pauline Collins
als Mrs. Baker

Bronagh Gallagher
als Cathleen

Brenda Fricker
als Polly

Antonia Campbell Hughes
als Emmy

Maria Doyle Kennedy
als Mary

Mark Williams
als Sean

John Light
als Percy Smythe-Willard

Handlung

Im Irland des späten 19. Jahrhunderts arbeitet der introvertierte Butler Albert Nobbs im Nobelhotel der sparsamen Mrs. Baker. Diese quartiert eines Tages den Maler Hubert Page in Nobbs' Dachkammer ein. Sehr zu dessen Schrecken. Denn seit Albert als 14-jährige Waise missbraucht wurde, trägt sie Männerkleider und schlägt sich als penibler, höchst zuverlässiger Diener durchs Leben. Und dann fliegt Alberts Schattenexistenz auf - wegen eines Flohs, der sich in ihr Korsett verirrt hat. Aber damit nicht genug, denn schon kurz darauf gibt sich auch Page als Frau zu erkennen.

Im Irland des 19. Jahrhunderts arbeitet der introvertierte Butler Albert Nobbs im Nobelhotel der sparsamen Mrs. Baker. Diese quartiert den Maler Hubert Page in Nobbs' Dachkammer ein - sehr zu dessen Schrecken. Denn seit Albert als 14-jährige Waise missbraucht wurde, trägt sie Männerkleider und schlägt sich als penibler, höchst zuverlässiger Diener durchs Leben. Und dann fliegt Alberts Schattenexistenz auf - wegen eines Flohs, der sich in ihr Korsett verirrt hat. Kurz darauf gibt sich auch Page als Frau zu erkennen.

Eine Frau schlägt sich im Dublin des 19. Jahrhunderts als männlicher Butler verkleidet durch und verliebt sich in einen jungen Mann. Sorgfältig erzähltes, erschütterndes Drama, in dem Glenn Close eine Galavorstellung gibt.

Kritik

Von Glenn Close getragenes, dem Theater verpflichtetes Drama um eine Frau, die sich im Dublin des 19. Jahrhunderts als Butler verkleidet durchs Leben schlägt.

1982 schon war Glenn Close in die Rolle des Albert Nobbs geschlüpft. Off-Broadway, in einer Inszenierung von Simone Benmussa, erhielt sie damals beste Kritiken. Seitdem, so sagt sie, hat sie der Part nicht mehr losgelassen. Lange Jahre kämpfte sie um eine Kinoversion, nun liegt sie vor. Als Produzentin firmiert sie bei "Albert Nobbs", George Moores Kurzgeschichte "The Singular Life of Albert Nobbs" hat sie - gemeinsam mit John Banville, Gewinner des Booker Prize - zu einem Drehbuch adaptiert. Regie führte Rodrigo García, Sohn von Gabriel García Márquez, ein routinierter (TV-)Handwerker, der unter anderem Episoden von "The Sopranos", "Six Feet Under" und "Big Love" verantwortete.

Zurück ins Irland des späten 19. Jahrhunderts führt die Story. Seit 17 Jahren arbeitet Nobbs als Butler im kleinen aber feinen Familienhotel von Mrs. Baker (Pauline Collins). Die sparsame Besitzerin quartiert eines Tages den Maler Hubert Page (Janet McTeer) - er soll Renovierungsarbeiten durchführen - in Nobbs' Dachkammer ein. Sehr zu dessen Schrecken. Denn seit Albert als 14-jährige Waise missbraucht wurde, trägt sie Männerkleider und schlägt sich als penibler, zuverlässiger Diener durchs Leben. Und dann fliegt Alberts Schattenexistenz auf - wegen eines Flohs, der sich in ihr Korsett verirrt hat.

Wer nun eine (schrille) Kleidertauschkomödie im Gefolge von "Charleys Tante" vermutet, liegt falsch. Man bekommt es hier vielmehr mit einem - mit komödiantischen Momenten durchsetzten - Drama zu tun, in dem eine alleinstehende Frau in einer rigiden Männergesellschaft zu überleben versucht. Es geht um unterdrückte Gefühle, den Traum vom eigenen Geschäft, um sexuelle Identität und natürlich die Liebe. Wenig ist hier wie es scheint, nicht nur Nobbs, auch Page hat einiges zu verbergen. Gradlinig, ruhig, entspinnt sich die Handlung, der Film ist ganz aufs Spiel von Close zugeschnitten und sie bringt sich - oft mit etwas redundanten Kommentaren - auch als Off-Erzählerin mit ein.

Für einen Oscar waren Close und McTeer zu Recht nominiert, ebenso wie das Trio, das das Make-up verantwortete. Überaus gelungen und schön anzusehen ist Patrizia Von Brandensteins Produktionsdesign, das der Story den perfekten Rahmen gibt. Was fehlt ist die körperlich spürbare Tragödie, denn Nobbs alias Close bewahrt stets die Kontenance, bleibt steif, distanziert, selbst als sie erkennen muss, dass sie um ihre Liebe zum Dienstmädchen Helen (Mia Wasikowska) betrogen wird. Mehr Kino, weniger Theater hätte man sich gewünscht - wer aber auf hohe Schauspielkunst steht, wird nicht enttäuscht. geh.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 26.09.2013

Großbritannien/Irland 2011

Länge: 1 h 58 min

Genre: Drama

Originaltitel: Albert Nobbs

Regie: Rodrigo García

Drehbuch: Glenn Close, Gabriella Prekop, John Banville

Musik: Brian Byrne

Produktion: Glenn Close, Julie Lynn, Bonnie Curtis, Alan Moloney

Kostüme: Pierre-Yves Gayraud

Kamera: Michael McDonough

Schnitt: Steven Weisberg

Website: http://www.albertnobbs.de

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