Eine der spektakulärsten Flugzeugentführungen aller Zeiten als packender Polit-Thriller mit Daniel Brühl und Rosamund Pike.

Kinostart: 03.05.2018

Handlung

Im Juni 1976 kapern die beiden Deutschen Wilfried Böse (Daniel Brühl) und Brigitte Kuhlmann (Rosamund Pike) zusammen mit palästinensischen Terroristen den Air France-Flug 139 von Tel Aviv nach Paris und zwingen den Piloten zur Landung in Entebbe, Uganda. Sie drohen, die Crew und die 248 Passagiere zu töten, fordern Lösegeld und die Freilassung palästinensischer Inhaftierter.

Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit im Ringen um das Leben der Geiseln, mit politischem Zündstoff auf der internationalen Bühne. Aber auch unter den Geiselnehmern gibt es Probleme. Böse ringt mit den moralischen Konsequenzen der Geiselnahme, während die israelische Regierung eine hochriskante, militärische Rettungsaktion plant ...

Daniel Brühl ("Rush – Alles für den Sieg") ist nicht ohne Grund einer der wenigen deutschen Schauspieler, die auch international Erfolge feiern können. Mit der brisanten Geschichte rund um "Operation Entebbe" zeigt er mal wieder, warum. Gemeinsam mit Rosamund Pike ("Gone Girl") liefert er einen hochspannenden, emotionalen und intelligenten Thriller ab. Ein Stoff, der heute – nach über 40 Jahren – wieder wichtiger ist denn je. Eine wahrlich atemlose Geschichtsstunde mit aktuellem Bezug, die alle Facetten des Konflikts beleuchtet.

Kritik

Drama um die Flugzeugentführung im Jahr 1976, bei der es zahlreiche Tote gab.

Ein Film wider das Vergessen soll "7 Tage in Entebbe" sein, der neue Film des vormaligen Goldener-Bär-Gewinners Jose Padilha, der in den letzten Jahren vor allem mit seiner Netflix-Serie "Narcos" für Aufsehen gesorgt hat. Sein erster Kinofilm seit seinem Remake von "RoboCop" aus dem Jahr 2014 erzählt von den sieben Tagen im Juni und Juli 1976, an denen palästinensische Terroristen mit Hilfe zweier Deutscher, Mitglieder der Revolutionären Zellen, eine Maschine der Air France mit insgesamt 270 Menschen an Bord nach Uganda entführten, wo sie sich mit Unterstützung des Diktators Idi Amin in der Haupthalle des Flughafens verschanzen konnten. Am 4. Juli wurde der Flughafen von einer Sondereinsatztruppe des israelischen Militärs gestürmt. Alle Geiselnehmer, drei Geiseln, mehr als 20 ugandische Soldaten und ein israelischer Offizier kamen ums Leben.

Obwohl wie bei Padilhas Filmen üblich weitestgehend mit Handkamera gedreht, wirkt der Film konventioneller als die bisherigen Arbeiten des Regisseurs, was sicherlich auch dem Umstand geschuldet ist, dass eine ungewöhnlich große Menge an Hintergrundinformation vermittelt werden muss, um den uneingeweihten Zuschauer verstehen zu lassen, was die Motive und Beweggründe der verschiedenen involvierten Parteien sind. Das lässt den Film zwischenzeitlich etwas steif und angestrengt erscheinen. Erst mit zunehmender Laufzeit wird man schließlich richtig gepackt, wenn die verschiedenen Konflikte sich immer mehr zuspitzen. Aus deutscher Sicht ist natürlich die Darstellung der beiden deutschen Terroristen Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann, dargestellt von Daniel Brühl und der Britin Rosamund Pike, deren Deutsch übrigens ausgezeichnet ist, von besonderem Interesse: Wie sie sich immer mehr bewusst werden, wie absurd es ist, als linke Revolutionäre jüdische Geiseln zu bewachen, ist sicherlich der spannendste Aspekt des Films.

Sehr eigenwillig ist Padilhas Entscheidung, den Sturm des Flughafens mit Szenen eines Tanztheaters der Batsheva Dance Company gegenzuschneiden - und dann auf dem Höhepunkt der Kampfeshandlungen bei der Tanzgruppe zu verweilen. Bis zu einem gewissen Grad funktioniert dieser ungewöhnliche Kniff, den Momenten der Destruktion eine hoffnungsvolle Botschaft gegenüber zu stellen. "7 Tage in Entebbe" will das Publikum bei der Hand nehmen: Auch wenn gestorben wird, ist es dem Film ein Anliegen zu sagen: Frieden ist möglich. Man muss nur bereit dazu sein. ts.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 03.05.2018

USA/Großbritannien 2018

Länge: 1 h 47 min

Genre: Drama

Originaltitel: 7 Days in Entebbe

Regie: José Padilha

Musik: Rodrigo Amarante

Produktion: Tim Bevan, Eric Fellner, Kate Solomon, Ron Halpern, Michelle Wright

Kostüme: Bina Daigeler

Kamera: Lula Carvalho

Schnitt: Daniel Rezende

Ausstattung: Kave Quinn

Website: http://www.fox.de/7-tage-in-entebbe