Deutschlands erste Piratenkomödie entstaubt rockig den Mythos um Klaus Störtebecker und feiert das Motto Freiheit für Friesland.

Kinostart: 10.12.2009

Oliver Bröcker
als Lupe

Hinnerk Schönemann
als Keule

Jacob Matschenz
als Nolle

Sascha Reimann
als Beule

Jana Pallaske
als Okka

Devid Striesow
als Simon von Utrecht

Peter Kurth
als Keno Tom Brooke

Alexander Scheer
als Herman Lange

Milan Peschel
als Nicolaus Schocke

Detlev Buck
als Waffenh

Achim Reichel
als Henker Rosenfeld

Simon Gosejohann
als Fokko Johannson

Handlung

Klaus Störtebecker und sein bester Freund Gödeke Michels genießen das Piratenleben mit Wein, Weib, Schlägern und Shopping in den von ihnen aufgebrachten prall gefüllten Handelsschiffen der Hanse. Nachdem Störtebecker aber niedergestochen wird, verändert sich alles. Der Anführer mutiert zum Angsthasen, will mit der hübschen Bille seßhaft werden. Das treibt seinen Kumpel in die Depression, die Mannschaft in die Meuterei. Und doch gibt es ein großes Comeback, das die Hanse fast in die Knie und zu einer gefährlichen Reaktion zwingen wird.

Klaus Störtebecker und sein bester Freund Gödeke Michels genießen das Piratenleben mit Wein, Weib, Schlägern und Shopping in den von ihnen aufgebrachten Handelsschiffen der Hanse. Nachdem Störtebecker aber niedergestochen wird, verändert sich alles. Der Anführer mutiert zum Angsthasen, will mit der hübschen Bille sesshaft werden. Das treibt seinen Kumpel in die Depression, die Mannschaft in die Meuterei. Und doch gibt es ein großes Comeback, das die Hanse fast in die Knie und zu einer gefährlichen Reaktion zwingen wird.

Kritik

Mit einer Komödie über den Fluch der Nord- und Ostsee, über die Freibeuter Störtebecker und Michels, inszeniert Sven Taddicken erneut unorthodoxes Genrekino.

"12 Meter ohne Kopf" soll der geköpfte Klaus Störtebecker der Legende nach noch gelaufen sein. Ein Mythos, der im Titel signalisiert, dass es "Deutschland erster Piratenkomödie", so Stefan Schubert von Wüste Film, nicht um historische Fakten, sondern um heiteres Fabulieren geht. Im Drehbuch von Matthias Pacht ist die Hinrichtung Störtebeckers im Jahr 1401 ein echtes Gaunerstück. Ein Jahr geht der Film von dort aus zurück, zeigt, wie aus coolen Piraten ein jämmerlicher Haufen, mit Hilfe einer neuen Waffe aber schließlich der Schrecken der Hanse wurde. Immer im Fokus ist das Spaß-orientierte Freibeuterleben zwischen Kampftrinken, Schlägereien und Gelegenheitssex. Alles ändert sich, als Störtebecker niedergestochen wird und sich vom charismatischen Rabauken zum ängstlichen Versteher mit Parolen wie "Gewalt ist keine Lösung" wandelt: Schlecht für einen Anführer, der nach dem Respekt durch Meuterei auch seine Mannschaft verliert. Schlecht auch für die Freundschaft, weil Störtebecker nun mit Alleinerzieherin Bille seßhaft werden will und damit Kumpel Michels die Lebensfreude nimmt. Einen (kläglich gescheiterten) Selbstmordversuch später wird aber das große Comeback, die Kampfansage an die Hanse, eingeleitet, die nach herben Verlusten zur Jagd auf die Bilanzsaboteure bläst.

Kaum überraschend, dass mit einem Budget von sechs Millionen Euro karibische Kämpfe mit üppigen Digitaleffekten nicht geleistet werden können, dass "12 Meter ohne Kopf" mehr ein Film der Gesichter als der Action ist. Taddicken, der zuvor unorthodoxe Familienkomödien ("Mein Bruder, der Vampir") und Liebesgeschichten ("Emmas Glück") inszenierte, konzentriert sich auf seine Buddies, mit Engagement gespielt von Newcomer Ronald Zehrfeld und Matthias Schweighöfer, und auf Situationskomik, die nicht immer zündet, obwohl der Verlust von Störtebeckers Mojo, seine Entmännlichung, mehr Munition geboten hätte. Im Kielwasser von Captain Sparrow sind Piraten erneut die Rockstars ihrer Zeit. Anachronismus ist dabei Stilprinzip. Die Ausstattung führt in die Vergangenheit, die Sprache in die Moderne, während die Musik der etwas gemächlich dahinschaukelnden Story mit Glam Rock und Punk Dampf macht. Gedreht wurde größtenteils auf See, mit drei nachgebauten Koggen. Geopfert wurde für dieses Herzensprojekt von Seiten der Macher viel, nicht zuletzt der eigene Widerstand, wenn Schweighöfer, schlafend, Zehrfelds Zehen lutschen und dieser, hungernd, eine krabbelnde Spinne essen muss. kob.

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Info

Plakat des Films: 12 Meter ohne Kopf
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 10.12.2009

Deutschland 2009

Länge: 1 h 43 min

Genre: Action

Originaltitel: 12 Meter ohne Kopf

Regie: Sven Taddicken

Drehbuch: Matthias Pacht

Musik: Christoph Blaser, Steffen Kahles

Produktion: Björn Vosgerau, Uwe Kolbe, Ralph Schwingel, Stefan Schubert

Kostüme: Nicole Fischnaller

Schnitt: Florian Miosge, Alexander Dittner, Andreas Wodraschke

Ausstattung: Peter Menne

Website: http://wwws.warnerbros.de/12meterohnekopf