Realverfilmung des berühmten Disney-Klassikers mit Glenn Close als Cruella de Vil.

Kinostart: 06.03.1997

Szenenbild aus 101 Dalmatiner mit Glenn CloseGlenn Close

Glenn Close
als Cruella DeVil

Szenenbild aus 101 Dalmatiner mit Jeff DanielsJeff Daniels

Jeff Daniels
als Roger

Joely Richardson

Joely Richardson
als Anita

Joan Plowright
als Nanny

Hugh Laurie
als Jasper

Mark Williams
als Horace

John Shrapnel
als Skinner

Handlung

Durch geschickte Intervention verkuppeln die Dalmatiner Pongo und Perdi den Videospieldesigner Roger und Modezeichnerin Anita miteinander. Bald erwarten beide Paare Nachwuchs. Anitas Arbeitgeberin Cruella DeVil hat es schon bald auf die 15 Dalmatiner-Welpen des Haushalts abgesehen, holt sich aber von Roger eine Abfuhr. Darufhin werden zwei Gauner engagiert, die die Hundebabies entführen sollen.

Der Videospieldesigner Roger und die Modezeichnerin Anita lernen sich über ihre Dalmatiner Pongo und Perdi kennen. Die zwei heiraten kurz darauf und bald erwarten beide Paare Nachwuchs. Auf diesen - nämlich die 15 Welpen - hat es Cruella DeVil, Anitas exzentrische Arbeitgeberin, abgesehen, die sich aus dem gepunkteten Fell einen Mantel schneidern will. Als Roger sich weigert, Cruellas makabren Wunsch zu erfüllen, engagiert diese erbost zwei Gauner, die die Dalmatiner-Babies entführen. Es kommt zu einer abenteuerlichen Rettungsaktion.

Die Dalamtiner Pongo und Perdi erwarten Nachwuchs. Als die 15 kleinen Dalmatinerchen auf der Welt sind, will sich diese Cruella de Vil unter den Nagel reißen. Realverfilmung des berühmten Disney-Klassikers mit Glenn Close als Cruella de Vil.

Kritik

Achtung, die Hunde sind los! Glenn Close ("Eine verhängnisvolle Affäre") entwickelt in dem Spielfilm-Remake des Disney-Zeichentrickfavoriten von 1961 als die hexenhafte (Hunde)Pelzliebhaberin Cruella De Vil eine fatale Attraktion für einen Wurf knuddeliger Dalmatinerwelpen. Für die Nineties-gerechte Drehbuchaufbereitung zeichnet John Hughes verantwortlich, der vor sechs Jahren verstand, mit "Kevin - Allein zu Haus" das Genre Familienkomödie neu zu definieren - und dessen Faible für cartoonhaften Slapstick-Sadismus auch hier wieder ausgiebig zum Vorschein tritt.

Das Regieruder hält Stephen Herek ("Mighty Ducks - Das Superteam") fest in beiden Händen. Jüngst mit seinem kraftvollen Drama "Mr. Holland's Opus" zu Kritiker- und Publikumsehren gekommen, wendet er sich nun wieder seinen Family-Entertainment-Wurzeln zu: Selbst auf dünnstem Ploteis versteht er es, kunstvoll dargebotene Komödienpirouetten einfachsten Erheiterungsgrades zu drehen, wobei er sich auf den hohen Wiedererkennungswert der Geschichte verlassen kann, die nur geringfügig modifiziert wurde. Ein Teil des Spasses beseht ja gerade darin zu sehen, wie altbekannte Zeichentrick-Szenen im Liveaction-Format funktionieren.

Videospieldesigner Roger (Jeff Daniels nach "Amy und die Wildgänse" wieder auf festem Boden) und die Modezeichnerin Anita (Joely Richardson, Tochter von Vanessa Redgrave) werden sie von ihren beiden Dalmatiner Pongo und Perdi im Londoner Park kennen und heiraten kurz darauf. Bald erwarten beide Paare Nachwuchs. Anitas Arbeitgeberin, die extravagante Cruella De Vil (Close), hat es schon bald auf die Haut der 15 neugeborenen Welpen abgesehen und schickt ihre dumpfen Handlanger zum Hundenapping. Mit Hilfe vielzähliger Vertreter der örtlichen Tierwelt können die Dalmatiner-Eltern ihre verschleppten Sprößlinge auf einem verfallenen Landgut wieder auftreiben. Den Ganoven wird ihre Untat mit zahllosen Slapstick-Folterprozeduren vergolten, und Cruella stürzt nicht nur in einen Bottich aus Molasse, schließlich landet die Ausgeburt an Bosheit im Misthaufen.

Im Gegensatz zum Original wurde auf einen sicheren Niedlichkeitsfaktor verzichtet: Abgesehen von artgerechten Kommunikationslauten bleiben die Vierbeiner diesmal stumm, um, so Hughes, "realitätsgetreuer" zu wirken. Des Menschen bester Freund in 101facher Ausführung ist dennoch einfach umwerfend süß, selbst wenn die 99 Welpen nicht viel mehr zu tun haben, als tolpatschig durchs Bild zu trappeln. Mit Hilfe von Jim Hensons Creature Shop wurden neben einigen animatronischen Puppy-Stand-Ins zudem noch etliche tierisch possierliche Sidekicks wie Mäuse, Vögel und Waschbären kreiert. Was die animalischen Stars an rührender Herzigkeit - nur ein Hundehasser könnte nicht von der Anhänglichkeit der Dalmatinereltern Pongo und Perdy angetan sein - zu bieten haben, kontert Close als diabolische Cruella De Vil mit genußvoll überspitzter Exaltiertheit. In grandiosen, auf Wespentaille geschneiderten Pelzkostümen verströmt sie bis in die bekrallten Handschuhfingerspitzen sinister-schrille Eleganz. Ihre boshaften Dialoge bellt sie mit der Liebenswürdigkeit einer bissigen Dogge, und ihre mit krachendem Donner untermalten Entrees könnten so manches Kleinkind in Angst und Schrecken versetzen. Besonders ins Auge sticht darüber hinaus das hervorragende, durchgestylte Produktionsdesign - ein optischer Hochgenuß. Ob die neue Version nun eine Verbesserung zum Original darstellt, sei dahingestellt, doch im Zuge massiver Crosspromotion und dem unwiderstehlichen Reiz der Hundebabys wird ein kommerzieller Sieg nach (Dalmatiner-Fell-)Punkten unter keinen Umständen zu verhindern sein. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 933 +27

Filmwertung

Redaktion
-
User
4
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
3
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
3
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
3
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
3
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
3
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: 101 Dalmatiner

Kinostart: 06.03.1997

USA 1996

Länge: 1 h 43 min

Genre: Komödie

Originaltitel: 101 Dalmatians

Regie: Stephen Herek

Drehbuch: John Hughes

Musik: Michael Kamen

Produktion: John Hughes, Ricardo Mestres

Kamera: Adrian Biddle

Schnitt: Trudy Ship

Ausstattung: Assheton Gorton

Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.