Til Schweiger schickt ein Großaufgebot an Stars in seine heiter überdrehte Version des Mittelalters.

Kinostart: 18.12.2008

Til Schweiger

Til Schweiger
als Ritter Lanze

Rick Kavanian

Rick Kavanian
als Erdal

Julia Dietze

Julia Dietze
als Prinzessin Herzelinde

Gregor Bloéb
als Kerkermeister

Thierry Werveke
als Siegfried

Thomas Gottschalk
als K

Hannelore Elsner
als Hexe

Mark Keller
als Prinz Gustav

Ralph Herforth
als Walter Sattler

Udo Kier
als Luitpold Trumpf

Anna Maria Mühe
als Magd

Tobias Moretti
als Schwarzer Ritter

Denis Moschitto
als Bogensch

Tim Wilde
als Kerkergehilfe

Stefanie Stappenbeck
als Br

Roberto Blanco
als Roberto

Dieter Hallervorden
als Pferdeverk

Gode Benedix
als Sattlers Assistent

Fahri Yardim
als Herold

Helmut Markwort
als Chefredakteur

Sunnyi Melles
als Prostituierte

Zora Holt
als Brunhilde

Christoph Dohnanyi
als Bernd

Charly Hübner
als Anf

Simon Verhoeven
als Offizier im Club

Johannes Heesters

New Kids On The Block

Handlung

Neulich im Mittelalter: Das Geschäft mit Markenrüstungen, Minnesänger-Casting, Ride-Ins und Leibeigenen-Gleitzeit boomt. Um da noch ehrenwert zu bleiben, beschließt Ritter Lanze (Til Schweiger) mit dem türkischen Hochstapler Erdal (Rick Kavanian) die Tochter von König Gunther (Thomas Gottschalk) zu befreien. Schon bald müssen die wackeren Recken erkennen, dass sie bei ihrer Suche nach Herzelinde (Julia Dietze) einem Komplott aufgesessen sind.

Um seinem gigantischen Erfolg "Keinohrhasen" gerecht zu werden, hat Til Schweiger das Who-is-Who deutscher Stars an seine Tafelrunde gebeten und eine ritterliche Komödie ausgeheckt, die bis in kleinste Nebenrollen mit klingenden Namen vollgestopft und um keinen Gag verlegen ist.

Herzelinde, die Tochter des ehrenwerten und weisen Königs Gunther, wird von niemand geringerem, als dem hinterlistigen Luitpold Trumpf entführt. Um sie wiederzubekommen, beauftragt der König Ritter Lanze und Ritter Erdal (mit türkischem Migrationshintergrund), seine geliebte Tochter wieder zu finden. Zunächst kann das ungleiche Paar wenig miteinander anfangen und löst auf seiner Suche ein Chaos nach dem nächsten aus. Nachdem die beiden sich schließlich zusammenraufen, hilft Erdal seinem starken, aber schüchternen Freund sogar, seinen letzten Makel, seine Jungfräulichkeit, zu überwinden.

Herzelinde, Tochter von König Gunther, wird von dem hinterlistigen Luitpold Trumpf entführt. Um sie wiederzubekommen, beauftragt der König die Ritter Lanze und Erdal (mit türkischem Migrationshintergrund), seine geliebte Tochter wieder zu finden. Zunächst kann das ungleiche Paar wenig miteinander anfangen, und löst auf seiner Suche ein Chaos nach dem nächsten aus. Nachdem die beiden sich schließlich zusammenraufen, hilft Erdal seinem schüchternen Freund sogar, seinen letzten Makel, die Jungfräulichkeit, zu überwinden.

Kritik

Mit seiner stargespickten History-Pop-Comedy mischt Til Schweiger dieses Mal das Mittelalter auf und Rick Kavanian unterstützt ihn als halber Ritter nach Kräften.

Nach "Keinohrhasen" lädt uns Til Schweiger an diesem Weihnachtsfeste zu einer Reise ins Mittelalter ein und erzählt von anmutigen Jungfrauen, stolzen Rittern und gepanzerten Pferden. Apropos Pferd: Zäumen wir dieses doch einmal von hinten auf. Im Abspann ist zu lesen, dass "1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde" Schweigers vier Kindern Valentin, Luna, Lilli und Emma gewidmet ist. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches, das hat Deutschlands derzeit erfolgreichster Schauspieler und Regisseur schon einmal getan und seinen Nachwuchs zuletzt in dem Sechs-Millionen-Zuschauer-Hit "Keinohrhasen" sogar als Darsteller verpflichtet. Außergewöhnlich ist vielmehr, dass Schweiger und sein langjähriger Weggefährte und Produzent Tom Zickler wissen wollten, was ihre Kinder gern im Kino sehen möchten. Diese wiederum entschieden sich eindeutig gegen so genannte "Knutschfilme" wie etwa "Barfuß" und für Abenteuer mit Piraten oder eben Rittern. Dabei herausgekommen ist nun eine Komödie, in der Schwertkämpfe und Schlägereien dominieren, aber auch ein bisschen Liebe Platz hat. Es gibt sogar einen kleinen Handlungsstrang, der sich wie ein roter Faden durchs mittelalterliche Deutschland zieht: Der ehrbare Ritter Lanze (Schweiger) ist Leibwächter der hinreißenden Herzelinde (Julia Dietze), Tochter von König Gunther (Thomas Gottschalk). Als diese von dem hinterlistigen Luitpold Trumpf (Udo Kier) entführt wird, macht sich Lanze gemeinsam mit dem Türken Erdal (Rick Kavanian), der auch so gerne ein ganzer Ritterskerl wäre, auf, Herzelinde zu befreien. Dabei hat der wachere Recke allerdings mit diversen Problemen zu kämpfen: mit einem hundsgemeinen Komplott. seiner chronischen Schüchternheit und einem, dem Liebesleben eher abträglichen Hodenschutz.

Autor Oliver Ziegenbalg, der zuletzt mit seinem Drehbuch für die "Das Boot"-Parodie "U-900" rund 200.000 Zuschauer anlocken konnte, und sein Partner Oliver Philipp interessieren sich hier weniger für den Plot als für eine Gagparade, eine Nummern-Revue, bei der ein gutes Dutzend namhafter Darsteller jeweils einen Sketch abliefern darf. Ob Komik-Veteran Dieter Hallervorden als Pferdehändler, Focus-Chef Helmut Markwort, der seinen "Fakten Fakten Fakten"-Werbespot ins Mittelalter übertragen darf, oder Hannelore Elsner als geldgierige Wahrsagerin - sie und viele mehr machen aus "1 1/2 Ritter" ein munteres Potpourri, das seinen Witz aus der Verquickung von alter und neuer Zeit bezieht. Da gibt es den basisdemokratischen Harem ebenso wie Gleitzeitregelung für Leibeigene, Casting für Minnesänger inklusive Groupies ebenso wie Lanzes Prinz-Eisenherz-Perücke als Hommage an die Haarpracht von Angela Merkel.

Es versteht sich von selbst, dass Schweiger auch wieder viel Wert auf einen peppigen Soundtrack gelegt hat - dieses Mal hilft er der alten Boygroup New Kids on the Block bei ihrem Comeback - und das Ganze reichlich mit Filmzitaten garniert - vom "Einigen wir uns auf Unentschieden" aus dem Monty-Python-Kulthit "Ritter der Kokosnuss" über Rick Kavanians alias Lord Jens Mauls Lippenakrobatik aus "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" bis hin zur Tanzeinlage aus "Pulp Fiction" des bekennenden Tarantino-Fans Schweiger, der ja gerade in dessen "Inglorious Basterds" eine kleine Nebenrolle übernehmen durfte. Dass seine vierte Regiearbeit trotz aller Komik auch noch nach Kino aussieht, hat man vor allem dem Dreh an Originalschauplätzen wie Burg Querfurt (Sachsen-Anhalt) oder Burg Trausnitz (Bayern) zu verdanken. Die historischen Stätten können mit Hilfe von ein paar digitalen Schönheits-OPs ihre volle Pracht entfalten und gehören neben Tobias Moretti als Schwarzer Ritter im Ruhestand, Rick Kavanians Aufklärungs-Puppenspiel und Anna Maria Mühe als verführerische Möchtegernschauspielerin mit kaum zu knackendem Keuschheitsgürtel zu den Highlights dieser History-Pop-Comedy, mit dem Schweiger sich anschickt seinen derzeitigen Höhenflug fortzusetzen. lasso.

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Info

Plakat des Films: 1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 18.12.2008

Deutschland 2008

Länge: 1 h 55 min

Genre: Komödie

Originaltitel: 1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde

Regie: Til Schweiger

Drehbuch: Oliver Philipp, Oliver Ziegenbalg

Produktion: Til Schweiger, Tom Zickler, Jürgen Hebstreit, Marian Redmann

Schnitt: Olivia Retzer, Charles Ladmiral

Ausstattung: Christian Schäfer

Website: http://www.ritter-derfilm.de